Kamille

Kamille

Die Echte Kamille ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 50 cm. Alle Pflanzenteile besitzen einen starken, charakteristischen Kamillengeruch. Die Stängel sind aufrecht oder aufsteigend und kahl, im oberen Teil sind sie meist sehr stark verzweigt. Die Laubblätter sind 4 bis 7 cm lang und zwei- bis dreifach fiederteilig. Die einzelnen Zipfel sind schmal linealisch, knapp 0,5 mm breit, und tragen eine Stachelspitze.
Die gründlich erforschten Kamillenwirkstoffe rechtfertigen ihre hohe Wertschätzung seit der Antike.
Medizinisch verwendet werden die Blüten und das daraus gewonnene ätherische Öl.

Details
Wissenschaftlicher Name:Matricaria chamomilla
Familie:Korbblütler (Asteraceae)
Herkunft:Ursprüngliche Heimat der Echten Kamille ist Vorderasien, Süd- und Osteuropa. Heute ist sie in ganz Europa, auch in Nordamerika und in Australien zu finden.
Wirkung:antiphlogistisch, spasmolytisch, wundheilungsfördernd, desodorierend, antibakteriell, karminativ, ulkusprotektiv

Inhaltsstoffe

Der für die Nutzung wesentlichste Bestandteil der Echten Kamille ist das ätherische Öl, das 0,3 bis 1,5 % der Pflanzenmasse ausmacht. Die quantitativ vorherrschenden Bestandteile sind (−)-α-Bisabolol (5–70 %), die Bisabololoxide A, B und C (5–60, 5–60 bzw. 0–8 %), β-trans-Farnesen (7–45 %), cis-(Z)- und trans-(E)-En-In-Dicycloether (2–30%), sowie die Guaian-Derivate Spathulenol (rund 1 %) und Chamaviolin. Chamazulen, das zu 1 bis 35 % vorkommt, ist ein Artefakt, das durch Esterspaltung, Wasserabspaltung und Decarboxylierung aus dem nichtflüchtigen Matricin entsteht.

Verwendung

Als Hausmittel wird Kamille eingesetzt wegen ihrer krampflösenden, entzündungshemmenden, wundheilungsfördernden, antibakteriellen und blähungstreibenden Wirkung. Ebenso ist ein wachstumshemmender Effekt auf Bakterien und Pilze zu beobachten.
Äußerlich wird die Kamille bei Haut- und Schleimhautentzündungen, bakteriellen Hauterkrankungen inklusive der Mundhöhle und des Zahnfleisches und Erkrankungen im Genital- und Analbereich eingesetzt, mittels Inhalation oder Dampfbädern bei entzündlichen Erkrankungen und Reizzuständen der Atemwege. Innerlich eingenommen werden entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen mit spasmischen Beschwerden sowie Dysmenorrhö gelindert. Zusätzlich wird sie traditionell als Hausmittel bei Leber- und Gallenerkrankungen eingesetzt.

Dosierung

Innerliche Anwendung:
Für einen Tee 3g Kamillenblüten (ca. 1 Eßlöffel) mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen. 3 – 4 Tassen täglich frisch zubereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken.
Äußerliche Anwendung:
Umschläge, Spül- oder Gurgellösungen: 3 bis 10 g Kamillenblüten auf 100 ml Wasser
Bäder: 5g Blüten oder 0.8g Extrakt pro 1 Liter Wasser
Inhalation: 6g Blüten oder 0.8g Extrakt pro 1 Liter Wasser

Nebenwirkungen

Sehr seltene Kontaktallergie, Pollennallergie. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Korbblütengewächsen, wie z. B. Arnika, Ringelblumen, Schafgarbe vorsichtig anwenden.
Da Kamille auf die Augen reizend wirken kann, wird von einer Verwendung im Bereich der Augen abgeraten.

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Synonyme:
Deutsche Kamille, Feldkamille, Gemeine Kamille, Hermel, Rauschert
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