Hausmittel gegen Sonnenbrand

Hausmittel Aloe Vera
Hausmittel Aloe Vera
Quelle: von Thamizhpparithi Maari (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Schnell ist es passiert – die ersten Sonnenstrahlen erscheinen am Himmel, man stürmt in den Garten auf die Sonnenliege oder man liegt in seinem wohlverdienten Jahresurlaub am Strand und holt sich direkt am ersten Tag einen schmerzenden Sonnenbrand, mit dem sich die knackige Urlaubsbräune erst einmal erledigt hat. Vor allem im Urlaub außerhalb des Heimatlandes, wo der Arztbesuch oft eine Barriere darstellt, können Großmutters Hausmittel gegen Sonnenbrand eine wahre Hilfe sein. Dieser Artikel stellt Ihnen vor, welche dieser vor allem schmerzlindernden Hausmittel es gibt und welche von ihnen auch tatsächlich helfen.

Symptome
Sie erkennen eine lokale Rötung der Haut, die schmerzt, brennt und die Haut heiß anfühlen lässt; in einem solchen Fall handelt es sich um eine Verbrennung ersten Grades. Bilden sich bereits Bläschen oder offene, wunde Flächen, ist die Verbrennung deutlich schlimmer, meist zweiten Grades, einzustufen. Einige Tage später können Sie beobachten, wie sich Teile Ihrer Haut lösen.
Bei häufigen Sonnenbränden können Sie im Laufe der Jahre außerdem eine vermehrte Faltenbildung feststellen.
Ursachen
Entwickelt sich ein Sonnenbrand, wurde die Haut zu lange und zu intensiv mit der durch die Sonne ausgestrahlten ultravioletten-Strahlung, kurz UV-Strahlung, konfrontiert. Berührt diese unsere Haut, schadet sie unseren Hautzellen und verursacht je nach Hauttyp unterschiedlich schnell einen Sonnenbrand. Da bei Kindern noch nicht alle Schutzmechanismen der Haut entsprechend ausgebildet sind, ereilt sie besonders schnell ein solcher Sonnenbrand; oft reichen dazu 20 Minuten in der prallen Sommersonne aus. Bedenken Sie, dass Wasser, Schnee und Sand durch reflektierende Effekte die Entstehung eines Sonnenbrands beschleunigen.

Hausmittel gegen Sonnenbrand

Natürlich sollten Sie bei einem Sonnenbrand jegliche weitere Sonneneinstrahlung vermeiden, viel Wasser oder Tee trinken und sich im Schatten aufhalten – und ja: Auch im Schatten wird man braun, wenn auch langsamer! Darüber hinaus gilt es die Haut weitestgehend zu kühlen und zu beruhigen. Neben in kaltem Wasser getränkten Tüchern oder T-Shirts helfen:

  1. Quark: Tragen Sie eine Mischung aus Buttermilch und Magerquark auf die von Sonnenbrand betroffenen Stellen auf und decken Sie diese mit einem Tuch ab; fixieren Sie die Partie mit einer Mullbinde. Diese kühlende Kompresse sollten Sie 20 Minuten wirken lassen, den Quark dann vorsichtig abwaschen und die Anwendung 2-3-mal täglich wiederholen.
  2. Aloe-Vera: Aloe-Extrakte sind in der Apotheke bspw. als Gel erhältlich. Sie lindern Ihren Schmerz und hemmen die Entzündung der Haut.
  3. Kopfsalat: Kopfsalat kann Ihrer Haut durch bestimmte Vitamine eine natürliche Feuchtigkeit verleihen und dadurch den Schmerz lindern. Kochen Sie dazu Kopfsalat-Blätter für etwa 5 Minuten in Wasser, lassen Sie den erhaltenen Sud abkühlen und geben Sie diesen dann mit Hilfe eines Wattepads auf die verbrannten Hautpartien.
  4. Johanniskraut: Geben Sie 1-3 Teelöffel Johanniskrautöl aus der Apotheke auf eine Kompresse, legen Sie diese auf die verbrannten Hautpartien und fixieren Sie mit einer Mullbinde. Diese Anwendung sollten Sie 30 Minuten wirken lassen und bei Bedarf 3-5-mal täglich wiederholen, damit sich die heilende Wirkung des Öls vollends entfalten kann.
  5. Ringelblume: In der Apotheke erhalten Sie medizinische Ringelblumensalben, die aufgetragen auf die betroffenen Hautstellen eine Brandwunde und deren Schmerz lindern.
  6. Vitamin-E und -C: Ihre Haut braucht bei einem Sonnenbrand Vitamine; essen Sie daher viel Obst und Gemüse. Unterstützen können Sie diese Vitaminzufuhr durch in der Apotheke erhältliche Gerstenölgranulate, von denen Sie am ersten Tag der Verbrennung 2, anschließend 1 Teelöffel am Tag zu sich nehmen sollten.

Homöopathische Mittel gegen Hausmittel

  1. Bei einem klassischen Sonnenbrand mit roter, brennender, heißer Haut: Belladonna D6 mit einer Dosierung von 2 Kügelchen im Abstand von 10 Minuten und größer werdenden Zeitabständen bei schwächer werdender Symptomatik. Verwenden Sie bei Kindern: Belladonna D12 – 2-mal täglich 5 Kügelchen.
  2. Tritt der Sonnenbrand in Form von starken Schmerzen und roten Schwellungen auf: Apis D6 – anfangs 2 Kügelchen im Abstand von 10 Minuten; erhöhen Sie die zeitlichen Abstände bei abschwächender Verbrennung.
  3. Bei Sonnenallergie: Acidum hydrofluoricum D12 – 2-mal täglich 5 Kügelchen.
  4. Bei starkem Sonnenbrand mit schmerzender Blasenbildung: Cantharis D6 – zu Beginn 2 Kügelchen im Abstand von 10 Minuten; vergrößern Sie die zeitlichen Abstände, sobald die Verbrennung nachlässt. Verwenden Sie bei Kindern Cantharis D12 – 2-mal täglich 5 Kügelchen.

Klassische Medizin gegen Sonnenbrand

Mittlerweile gibt es jede Menge fertige Präparate aus der Apotheke oder auch schon in Drogeriemärkten, die die Symptome eines Sonnenbrandes lindern bis heilen können. Beim Kauf solcher Sprays, Lotionen oder Gels sollten Sie darauf achten, dass folgende Wirkstoffe enthalten sind: Dexpanthenol, Benzo-, Lido-, Quiniso- oder Mepiracain ebenso wie Polidocanol. Wirkungsvoll sind außerdem sämtliche Mittel, die Sie auch gegen Juckreiz und / oder Insektenstiche verwenden.

Zum Arzt wegen Sonnenbrand
Einen Arzt sollten Sie aufsuchen, wenn Sie außer unter der Hautverbrennung zusätzlich unter Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und / oder starken Kopfschmerzen leiden; in solchen Fällen kann ein Sonnenstich oder Hitzschlag nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn sich die Hitzebläschen öffnen und anschließend entzünden sollte ein Arzt einen Blick darauf werfen, um nachträgliche Infektionen entsprechen behandeln zu können.
Achtung: Je öfter man einen Sonnenbrand hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer späteren Hautkrebserkrankung! Um diese dann fälligen Arztbesuche zu vermeiden, beugen Sie vor und schützen Sie sich mit der Strahlungsintensität entsprechenden Sonnencremes. Passen Sie außerdem die Dauer Ihrer Sonnenbäder ihrem Hauttyp an und vermeiden Sie extremes Sonnen zur Mittagszeit zwischen 11 und 16 Uhr, denn da ist die Intensität der UV-Strahlung am stärksten.
Besonderheiten
Sonnenbrände sind von Sonnenallergien zu unterscheiden. Eine Sonnenallergie als Hautirritation wird bei jeglicher Konfrontation mit Sonnenstrahlung vor allem im Bereich der Brust und des Halses ausgelöst; die Haut nimmt eine rote Farbe an und bildet Punkte oder Bläschen, die stark jucken. Bei der berühmten „Mallorca-Akne“ handelt es sich um eine Sonnenallergie, die aus einer Kombination von Sonne und Sonnenschutzmittel entsteht. Verantwortlich dafür sind bestimmte Parfums oder sogenannte Emulgatoren, die in manchen Sonnencremes oder -sprays enthalten sein können.

Fazit
Eine Verbrennung der Haut durch Sonneneinstrahlung sollten Sie in aller Regel innerhalb weniger Tage von selbst in den Griff bekommen. Die hier vorgestellten Hausmittel gegen Sonnenbrand helfen Ihnen dabei, den Heilungsprozess zu beschleunigen und so schmerzfrei wie möglich zu gestalten, damit dem nächsten (kurzen!) Sonnenbad mit Sonnenmilch nichts mehr im Wege steht.

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