Durchfall

Knoblauch - Hausmittel gegen Durchfall
Knoblauch - Hausmittel gegen Durchfall
Quelle: By Donovan Govan. [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Durchfall (Diarrhö) ist wohl eine der weit verbreitetsten Krankheiten, die schon fast jedem einmal Ärger bereitet und für unangenehme Toilettenbesuche gesorgt hat. Doch was kann man dagegen tun? Muss man direkt zu chemischen Mitteln greifen oder hat auch die alte Großmutter-Apotheke noch den ein oder anderen Tipp für ein Hausmittel gegen Durchfall auf Lager? Was wirklich hilft und wann doch ein Arztbesuch und die Einnahme von Medikamenten nicht mehr zu vermeiden sind, soll dieser Artikel für Sie klären.

Symptome

Mehrmals täglich leiden Sie unter einem breiartigen, dünnflüssigen Stuhlgang, der in vielen Fällen von krampfartigen Schmerzen begleitet wird.

Ursachen

Bei Durchfall handelt es sich um eine Abwehrreaktion des menschlichen Körpers, durch die er im Körper enthaltene Giftstoffe schnellstmöglich ausscheiden will. Häufigste Ursache für eine solche Durchfallerkrankung ist die Einnahme verdorbener Speisen oder das Trinken von stark verunreinigtem Wasser, weswegen viele Urlaubsreisen ins Ausland mit einer derartigen Erkrankung enden. Auch die Unverträglichkeit verschiedener Lebensmittel oder Medikamente kann als Ursache in Frage kommen, ebenso wie eine akute Funktionsstörung von Magen, Darm oder Leber.

Hausmittel gegen Durchfall

  1. Alt bekannt und weit verbreitet ist die hilfreiche Wirkung von rohen, geriebenen Äpfeln, Haferschleim und zerdrückten Bananen. Viel Salz als Gewürz unterstützt den Körper dabei, die Mineralien wieder aufzufüllen, die er durch die Erkrankung verliert.
  2. Kochen Sie zwei bis drei Knoblauchzehen in 250 ml Milch und trinken Sie die Milch anschließend, während sie noch warm ist. Eine solche Knoblauchmilch nach Großmutters Rezept hat schon bei vielen Erkrankten wahre Wunder gewirkt.
  3. Gegen die Schmerzen, die mit einer solchen Durchfallerkrankung aufkommen, helfen sogenannte Heublumensäcke, die Sie auf ihren Bauch legen müssen. Solche Heublumen bekommen Sie in jeder handelsüblichen Apotheke und ohne ärztliches Attest.
  4. Wichtig ist, dass Sie viel trinken, da Ihrem Körper durch den Durchfall sehr viele Mineralien entzogen werden. Diesen Verlust können Sie durch bestimmte Getränke leicht kompensieren – schwarzer Tee oder Möhrensaft sind dabei sehr zu empfehlen. Auch spezielle Elektrolytmischungen können Ihren Mineralienhaushalt wieder aufbessern. Solche Mischungen sind in jeder Apotheke rezeptfrei zu erhalten.

Homöopathie gegen Durchfall

Zu den jeweiligen Symptomen entsprechend finden Sie in der nachfolgenden Auflistung eine Reihe homöopathischer Mittel gegen Durchfall, die die Einnahme chemisch-synthetischer Mittel und den Arztbesuch eventuell gänzlich verhindern können.

  1. Bei Erbrechen, Ekel vor Essen, starkem Durst, Magenschmerzen und übel riechendem Stuhl:
    Arsenicum album D12, D30-Tropfen
  2. Sie leiden unter Übelkeit, Durst, Mundgeruch und ständigen Toilettengängen mit vielen, kleineren Darmentleerungen:
    Mercurius solubilis D4, D6, D12-Tabletten
  3. Sie plagen krampfartige Schmerzen im ganzen Körper und Durchfall meist direkt nach dem Essen. Sie empfinden eine gewisse Leere im Magen:
    Podophyllum D3, D4, D6-Tabletten
  4. Sie leiden unter Übelkeit mit Erbrechen, Sie müssen ständig aufstoßen, verkrampfen und frieren häufig:
    Pulsatilla D3, D4, D6-Tropfen

Klassische Medizin gegen Durchfall

Um Durchfall entsprechend zu behandeln, müssen die Giftstoffe, die der Körper mit dieser Reaktion ausscheiden will durch sogenannte Adsorbentien gebunden werden. Stoffe, die eine solche Funktion erfüllen sind bspw. medizinische Kohle, Kaolin oder Siliciumdioxid. Eines der bekanntesten und hilfreichsten medizinischen Mittel gegen Durchfall ist allerdings das Loperamid, das sich zur Selbstmedikation besonders gut eignet und rezeptfrei in der Apotheke zu erhalten ist. Dabei ist zu beachten, dass es nicht für die Behandlung von Kindern geeignet ist und in Zusammenhang mit Fieber und blutigem Stuhl nicht eingenommen werden darf.

Zum Arzt wegen Durchfall

Sollte sich Ihr Zustand trotz der Einnahme von Medikamenten innerhalb von zwei Tagen nicht bessern, sollten Sie umgehend Ihren Hausarzt aufsuchen. Gleiches gilt, wenn zusätzlich zu den Durchfallerscheinungen Fieber, Schüttelfrost und starke Erschöpfung hinzukommen. Die Behandlung von Durchfall bei Kleinkindern und Säuglingen sollte in jedem Fall mit einem Arzt abgesprochen werden; eine Selbstbehandlung ist hier dringend zu vermeiden.

Fazit

Hausmittel gegen Durchfall können folglich eine gute Möglichkeit sein, seine Erkrankung innerhalb kürzester Zeit selbst in den Griff zu bekommen. Egal ob stopfende Haferschleimmahlzeiten, Fruchtsäfte, spezielle Elektrolytmischungen oder doch eine medikamentöse Behandlung – auch für Sie wird eine Methode dabei sein, die Ihnen auf schnellstem Wege zur Besserung verhelfen wird.

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